Boatcamp in Kroatien –
comm-press schöpferisch

comm-press ist fünfzehn Jahre alt geworden. Dieses Jubiläum unserer Drupal Agentur haben wir zum Anlass für eine gemeinschaftliche Auszeit genommen, die Agentur für eine Woche geschlossen, sind auf ein Schiff gestiegen und vier Tage lang in der Begleitung eines Coaches an der wunderschönen Küste Kroatiens gekreuzt.

Wir nehmen gemeinsam Kurs auf unsere Werte

Um unser Selbstverständnis weiter zu schärfen und besser vermitteln zu können, wollte ich gemeinsam mit dem Team eingehender über unsere Unternehmenswerte nachdenken. Als Geschäftsführer ist es mir wichtig, dass wir uns gemeinsam auf unsere Werte besinnen.

Ich halte es für keine gute Idee, wenn Werte von oben über ein Unternehmen gestülpt werden. Die Werte sollen anschließend von allen Mitarbeitern gelebt werden. Das geht nur, wenn sie darüber mitentscheiden. Außerdem war mich wichtig, dass wir im Team unserer bis dato unerkannten Skills zu Tage fördern und gemeinsam eine Marketing-Strategie entwickeln.Also haben wir gemeinsam intensiv über uns nachgedacht:

  1. Wie möchten wir extern kommunizieren und wahrgenommen werden?
  2. Wofür stehen wir?
  3. Wer ist unsere Zielgruppe und wie erreichen wir sie?

Unser beim Boat-Camp geschärftes Selbstverständnis sollte auch dazu führen, dass zu uns passende neue Kunden sich durch unsere Art angesprochen und gut aufgehoben fühlen. Kunden, deren Werte sich zu weit von unseren eigenen unterscheiden, wollen wir in Zukunft frühzeitig erkennen können.

Die Standortbestimmung für unsere Crew

Schwerpunkt unserer Standortbestimmung und Werte-Exkursion war die Frage „Wofür stehen wir?”. Sie ist Dreh- und Angelpunkt in der Reflexion „Wir über Uns“. Aus der Antwort sollte ein Bild entstehen, eine gemeinschaftliche Vision von der Firma, für die wir arbeiten.

Nicht leicht, vierzehn Köpfe in einer gemeinschaftlichen Idee zusammenzuführen. Einfach war es also nicht. Doch die Metapher lag nah: Das Boot.

Das weckt Assoziationen: comm-press als ein Boot zu begreifen – und uns als Crew mit ganz unterschiedlichen individuellen Aufgaben. Das war ein hilfreiches Vehikel ein Bild von uns zu entwerfen, denn daraus konnten wir Antworten entwickeln

  1. Wir sind lösungsorientiert und zielstrebig.
  2. Wir sind qualitätsbewusst.
  3. Wir sagen auch NEIN!
  4. Wir wollen uns technisches Know-How immer wieder neu aneignen und weitergeben.
  5. Wir sind voller Forscherdrang.
  6. Wir stellen Ideale vor Profit.

Die Flagge, unter der wir segeln

Wie wollen wir extern kommunizieren und wahrgenommen werden? Mit den oben genannten Antworten konnten wir unseren Kern identifizieren, den wir transportieren wollen:

  1. Wir stehen unseren Kunden zur Seite. Selbstbewusst, in einer partnerschaftlichen Kommunikation auf Augenhöhe.
  2. Gewünschten Anforderungen des Kunden auf den Prüfstein stellen, hinterfragen und gegebenenfalls auch von der Umsetzung abraten.
  3. Lösungsorientierte Beratungsleistungen.

So möchten wir von außen wahrgenommen werden: Kommunikativ, kritisch und kompetent.

Die Tools, die wir an Bord haben

Dieses Selbstbewusstsein in der Kommunikation – fokussiert auf den Kundennutzen – spiegelt sich auch in unserem Projektmanagement wieder. Drei Tools sind für uns hierbei unverzichtbar: Scrum, Initialer Workshop und MVP. Damit setzen wir den Fokus auf Geschäftswerte, machen Projekte überschaubar und minimieren so das Risiko für den Kunden.

Scrum: Im Projektmanagement arbeiten wir in selbstorganisierten Teams und sind mit einem agilen Vorgehen, in unserem Falle Scrum, weit vorangeschritten.

Initialer Workshop: Auch im Bereich Consulting arbeiten wir mit agilen Methoden. In unseren initialen Projekt-Workshops sind immer alle Mitglieder des Teams und nicht nur die Projektleiter anwesend. So wird von Anfang an ein gemeinsames Verständnis für das Gesamtprojekt geschaffen und der Projektverlauf lässt sich effektiver gestalten.

MVP: Basis unseres Projekt-Setups ist das MVP (Minimum Viable Project/Product). Diese Methodik zielt darauf ab, sich in der Projektentwicklung zunächst auf Kernfeatures (Must have) zu konzentrieren und erst in späteren Projektphasen Erweiterungen der Funktionalitäten (Should have und Could have) umzusetzen. So lässt sich ein solides Budgetmanagement sicherstellen.

Konzentration auf den Kundennutzen, Identifizierung der Kernfunktionalitäten und direkte Kommunikation sind für uns die entscheidenden Faktoren, Projekte zu fokussieren. Das Neue, Unbekannte fällt am Anfang immer schwer. Es muss Überzeugungsarbeit geleistet werden. Nach innen und nach außen. Auch unsere Kunden machen mit unserer Art des Projektmanagements sehr gute Erfahrungen.

Mit zwei Leitsätzen zu neuen Ufern

In unserem Boat-Camp haben sich zwei Leitsätze herauskristallisiert:

  1. „Einfach mal machen.” Das soll uns nicht zu blindem Aktionismus verführen: Wir wollen Denken und Handeln so verknüpfen, dass die Überlegungen die Umsetzungen nicht ausbremsen. Kopflos ins nächste Abenteuer stürzen wollen wir uns aber auch nicht. Fokussieren und bündeln, einen Kurs abstecken und ihm konzentriert folgen, das ist unser Plan
  2. ”Wer Schmetterlinge will, darf nicht auf Raupen treten.” Neue Ideen, Ansätze, erste Gedanken und Vorschläge sind selten ausgereift: Sie benötigen Zeit zu wachsen. Schnell bei der Hand sind all die „Wenn“ und „Aber“. Gegenargumente lassen sich in der Regel fix finden, wenn es darum geht die ausgetretenen, wohlvertrauten Pfade zu verlassen und sich auf neue Wege zu begeben, die erst erkundet werden müssen.

Durch die Enge an Bord zu einem klareren Bild

Die Mitarbeiter haben sich untereinander durch die gemeinsame intensive Zeit auch auf der persönlichen Ebene näher kennengelernt. In der Enge ist ein Verhaltensmuster stärker sichtbar geworden: Das Team zeigt insgesamt zu viel Respekt gegenüber den Respektlosen. Auf der Führungsebene haben wir uns anschließend Gedanken darüber gemacht, wie wir das Team ermutigen, solcherart Konflikte innerhalb einer Selbstorganisation auszutragen.

Rückenwind für neue Gedanken und Impulse

Das Boat-Camp hat uns ermöglicht, in Liegestühlen auf dem Sonnendeck intensiv und konzentriert an unseren Themen zu arbeiten. Selbst in ihrer freien Zeit haben die Mitarbeiter weiter über die Themen diskutiert. Der Blick auf das Meer hat unseren Horizont erweitert: durch die exklusive Situation – Arbeiten ohne äußeren Projektdruck – entstand Raum für grundlegende Gedanken. Es ist schwer zu beurteilen, ob wir die Ergebnisse in Hamburg ebenfalls so hinbekommen hätten. Die besondere Situation hat dies sicherlich sehr stark gefördert.

Was unser Boat-Camp gebracht hat

Technologie, Consulting, Projektmanagement – gerade in unserem Umfeld ist „die Neugierde auf das Neue” Motor der Innovation.

Das Boat-Camp in Kroatien hat bei uns tiefe Spuren hinterlassen. Zum einen bilden die Erinnerungen an die gemeinsam an der wunderschönen Küste verbrachten Tage eine starke Verankerung. Sei es im Mitmenschlichen, innerhalb der Kollegen, als auch in der Verbundenheit zu comm-press. Zum anderen prägen die im Boat-Camp erarbeiteten Leitsätze und die Herausarbeitung von Stärken und Schwächen unseres Unternehmens unsere neu gesetzten Ziele. Das Team will unsere Kunden stärker führen und in der Zusammenarbeit proaktiver interagieren. Aus diesem Impuls entsteht eine Neuausrichtung unserer Agentur weg vom rein technischen Drupal Dienstleister hin zu einem Digitalisierungspartner unserer Kunden.

Auch wenn die Woche sehr teuer war – während des Camps hat kein Mitarbeiter auch nur einen einzigen Euro Umsatz für die Firma erwirtschaftet – bin ich überzeugt davon, dass sich unser Investment schon bald auszahlen wird.

Zur Person

Ralf Hendel ist geschäftsführender Gesellschafter bei comm-press, einer Drupal-Agentur aus Hamburg mit zahlreichen Kunden aus der Verlagsbranche.


Wir danken unseren Camp- und Medienpartnern: